Online Geld anlegen – Warum ist es so wichtig?

Die Zinsen sind aktuell so niedrig, dass sich Tagesgeldkonten, Sparbücher und andere konventionelle Anlagearten kaum noch lohnen. Deshalb sind viele Menschen auf der Suche nach einer zeitgemäßen sowie lohnenswerten Alternative. Leider ist die Inflation aktuell so hoch, dass sich viele Anlageformen kaum rechnen – der reale Wertverlust des Geldes ist eine logische Konsequenz daraus.

Aber welche Alternativen gibt es derzeit überhaupt noch? Kaum jemand traut sich, die Tipps der Profis selbst in die Tat umzusetzen. Viele fragen sich: Kann ich hier überhaupt Gewinne erwirtschaften, ohne auf eine langjährige Erfahrung in diesen Dingen zurückzublicken? Hier besprechen wir diese Fragen ausführlich und geben hilfreiche Tipps mit auf den Weg.

Deshalb ist die Geldanlage so wichtig

Viele Experten rechnen damit, dass die Europäische Zentralbank bald anders handeln wird, als sie das bisher getan hat. Vielleicht bedeutet das einen Lichtblick für die Zukunft von Sparern. Derzeit muss man dringend auf Alternativen zurückgreifen, wenn das ersparte Geld sich mehren soll, statt real immer weniger zu werden. Infrage kommen neben Anleihen auch Aktien und Hebelprodukte.

Viele Laien bringen nicht den Mut auf, in derlei Anlageformen zu investieren. Der Ansatz, das komplette Vermögen zu verlieren, ist natürlich nicht völlig unbegründet. Möglichkeiten für hohe Gewinne sollten einen trotzdem zum Umdenken bringen – Sparbücher und Girokonten sind hierbei eher hinderlich.Online Geld anlegen - Was funktioniert?

 

Wer eine Strategie mit einem relativ geringen Risiko findet, der kann in Aktien investieren, ohne dabei gleich sein Vermögen aufs Spiel zu setzen. Generell reicht es aus, wenn man nur einen Teil des Vermögens an der Börse unterbringt. Zudem gibt es inzwischen recht konservative Strategien, die eher auf einen langen Zeitraum mit moderaten Gewinnen als auf hohe Gewinne in kürzester Zeit abzielen.

Wichtig: Es lohnt sich, wenn im Monat nur mittlere zweistellige Beträge an der Börse angelegt werden. Essenziell ist es lediglich, dass sich Nutzer vorher informieren und eine sinnvolle sowie individuelle Strategie ausklügeln. Niemand sollte auf „sein Gefühl“ hören. Generell gilt: Keine Strategie ist absolut sicher und führt unter Garantie zum Erfolg.

Bank versus Börse – die Unterschiede

Wer sich bei der Bank beraten lässt, dem werden vor allem konventionelle Produkte angeboten. Allerdings sind hier realistisch gesehen kaum noch Gewinner zu erzielen. Das gleich gilt für Tagesgeldkonten sowie Festgeldkonten. Hier Geld unterzubringen, bietet sich höchsten an, wenn man einen gewissen Betrag stets kurzfristig verfügbar wissen möchte – zum Beispiel für größere Anschaffungen.

Natürlich haben die klassischen Finanzprodukte auch Vorteile. Sie hängen nicht von schwankenden Kursen ab. Zudem sind recht hohe Summen bis rund 100.000 Euro abgesichert. Selbst dann, wenn eine Bank insolvent geht, bekommen die Anleger ihr Geld auf den Cent genau zurück.

Der Verlust des Geldwertes kann allerdings nicht kleingeredet werden, denn er existiert für viele Bankkunden derzeit tatsächlich. Die Zinsen für Guthaben betragen aktuell zwischen 0,125 Prozent und 0,5 Prozent – extrem wenig, sogar weniger als die aktuelle Inflation.

Manche anderen Produkte bieten höhere Zinsen. Hie erhandelt es sich meistens um Anlagen, die irgendwie mit Aktien zusammenhängen. Zum einen kann man Gewinne herausholen, wenn der Kurs steigt und man die Aktien dann verkauft und zum anderen schütten einige Unternehmen Dividenden aus, die regelmäßig gezahlt werden. Das Risiko sollten Anleger allerdings niemals aus den Augen verlieren.

Immerhin gibt es gewisse Schritte, die zu einem geringeren Risiko einhergehend mit Gewinnen führt. Wie stellen einige vor.

Diese Möglichkeiten bieten sich für Anleger aktuell

Anlageprodukte wirken sowohl auf den ersten als auch auf den zweiten Blick äußerst attraktiv. Das gilt insbesondere, wenn man sie mit klassischen Anlageformen vergleicht. Die Gewinne sind in vielen Fällen höher als die Inflation. Am Ende „arbeitet das Geld für seinen Besitzer“, sodass sich der Wert steigert. Unter anderem können private Anleger in die sogenannten Fonds, in Anleihen, in Aktien und in Exchange Trading Funds (kurz auch als ETFs bezeichnet) investieren. Zudem gibt es sogenannte Hebelprodukte.

Börsengehandelte Indexfonds für Sicherheitsliebende

Wie schon erwähnt gibt es bei den Investitionen an der Börse niemals eine Garantie auf Gewinnen, doch der ETF gilt als relativ sicher und eher als konservatives Produkt für Menschen, die das Risiko anderer Optionen scheuen. Es handelt sich um Indexfonds, die an der Börse gehandelt werden und privaten Anlegern zur Verfügung stehen.

Die Fonds werden nicht von einem Manager verwaltet, sondern sie bilden bestimmte Aktienindexe nach. Hier kann es sich zum Beispiel um den DAX handeln. Kommt es zu einer allumfassenden positiven Entwicklung an der Börse, profitieren die Anleger automatisch – wenn auch nur in Form von moderaten Gewinnen.

Anders als beim klassischen Fonds, der durch menschliche Hand gemanagt wird, arbeitet man mit dem Markt statt dagegen. Schneidet der Markt gut ab, profitiert man selbst immens.

Die ETFs bringen zahlreiche Vorteile mit sich: Man zahlt hier vergleichsweise geringe Gebühren. Zudem sind sie günstig und relativ sicher. Das Risiko ist deutlich geringer als bei der Investition zum Beispiel in Einzelaktien.

Wer lieber gegen den Markt arbeiten möchte, sollte sich um einen aktiv gemanagten Fonds bemühen. Hier kann die Rendite höher ausfallen; allerdings sind auch die Risiken größer. Generell haben Anleger an dieser Stelle die Optionen, reine Aktienfonds zu kaufen, auf Mischfonds zu setzen oder Immobilienfonds bzw. Rohstofffonds zu bevorzugen.

So investiert man heute Geld

So investiert man heute Geld

Man kann Fonds oder Aktien nicht einkaufen wie Produkte in einem Onlineshop. Stattdessen müssen Anfänger ein eigenes Depot eröffnen und einen Platz zur Verwahrung für die in der Zukunft gekauften Aktien nachweisen. Das ist generell nicht schwierig. Wer sich dabei helfen lassen möchte, kann einen Termin bei der Bank vor Ort ausmachen, um das Depot zu eröffnen.

Wer stets den Überblick über die Kosten behalten will, sollte sich allerdings nicht blindlings auf den Berater bei der Bank verlassen, sondern selbst verschiedene Anbieter miteinander vergleichen. Die Gebühren sind mitunter recht verschieden. Hier kann man sparen! Oftmals sind Online-Broker deutlich günstiger als jene, die von der Bank vermittelt werden. Sowohl die Gebührenhöhe als auch die Leistungen können online meistens eher überzeugen.

Im Netz gibt es spezielle Plattformen, auf denen verschiedene Broker verglichen werde. Diese anzuschauen, lohnt sich enorm.

Zeit als wichtiger Faktor

Eine zentrale Frage, wenn es um die individuell „richtige“ Form der Anlage geht: Wie lange kann ich auf das investierte Geld verzichten? Die Laufzeiten unterscheiden sich je nach Produkt drastisch. Wer nächstes Jahr eine Immobile kaufen möchte, aber vorher das Geld für mehrere Jahre anlegt, der wird am Ende nicht glücklich.

Bei Anleihen geht es meistens um einen Zeitraum zwischen drei und sieben Jahren, während derer das Geld fest angelegt wird. Generell gilt: Je länger die Laufzeit ist, desto mehr Zinsen bekommt man. Braucht man das Geld in absehbarer Zeit nicht, sollte man daher eher langfristig anlegen.

Eine maximale Laufzeit gibt es in der Regel nicht. Werden zum Beispiel Aktien gekauft, kann man diese in vielen Fällen jederzeit verkaufen – dann allerdings mit Verlust, wenn es sich um einen ungeeigneten Zeitpunkt handelt. Eine durchschnittlich gute oder sehr gute Rendite erzielen eher jene Anleger, die langfristig denken.

Keine gute Idee: Nach wenigen Wochen oder Monaten aufgeben und alles wieder verkaufen, obwohl der Kurs gerade nicht hoch ist. Stattdessen gilt sowohl bei Aktien als auch bei Fonds, dass man Geduld aufbringen muss.

Diese Summen sind sinnvoll für eine Investition

Natürlich gibt es keine Obergrenze, an die man sich unbedingt halten muss. Aktien haben Aktien unterschiedliche Preise. Während man manche für wenige Euro pro Stück kaufen kann, kosten anderen Einzelaktien Beträge im vierstelligen Bereich. Je höher der Anlagebetrag, desto günstiger sind die Kosten, weil man meistens pro Transaktion zahlen muss.

Ordergebühren fallen für jeden Kauf und für jeden Verkauf von Aktien an. Je nach Broker sind diese geringer oder höher – daher lohnt sich der Vergleich auf jeden Fall. Viele Profis sind der Meinung, man solle mindestens 1.000 Euro in eine Aktiengesellschaft stecken, damit es sich lohnt.

Wer einen Kredit aufnehmen muss, um in Aktien zu investieren, sollte lieber noch eine Zeit lang sparen. Es rechnet sich so gut wie nie, extra Schulden zu machen, um mit dem Geld an der Börse spekulieren zu können. Zudem gibt es keine absolut sichere Strategie – das sollten Laien immer im Hinterkopf behalten.

online geld anlegen - ETF-Sparpläne

Im Prinzip kann es jederzeit zu Verlusten kommen. Genau deshalb ist es so wichtig, dass man nur das Geld investiert, dass man im Zweifel verschmerzen kann. Zudem sollte sichergestellt werden, dass man die entsprechende Summe innerhalb der nächsten Jahre nicht braucht. Stehen große Anschaffungen an, werden diese zuerst getätigt und dann legt man das restliche Geld an der Börse an.

Wer bemerkt, dass er nicht genügend Geld für diese Art der Investition besitzen, der sollte sich über den sogenannten Sparplan informieren.

Dieser lohnt sich schon mit Beträgen ab 10 Euro im Monat. Trotzdem kann man sich als Laie damit zumindest ein kleines Vermögen schaffen, ohne von Anfang an Unsummen zu investieren. Die Anteile hier erwirbt man zu einem Durchschnittspreis, weil das Geld lange angelegt wird. Der Preis bleibt gleich, da sich die teilweise günstigeren und teilweise teureren Preise wieder ausgleichen. Am Ende winkt eine stattliche Rendite, wenn man sinnvoll vorgeht und etwas Glück hat. Der Grund dafür ist der Cost Average Effekt, der für mehr Gewinne sorgt als zum Beispiel das klassische Konto für Tagesgeld.

ETF-Sparpläne – eine mögliche Option

Hier investiert man eher kleine Summen in Aktien. Manche Menschen investieren zum Beispiel 25 bis 50 Euro im Monat, was sich bereits lohnt.

ETF steht für Exchange Traded Fund. Es handelt sich um einen börsengehandelten Indexfonds. Viele Anleger schließen sich zusammen, um das Kapital zu investieren. Die Summe wird dann in Wertpapiere gesteckt.

Wird der Fonds aktiv gemanagt, kümmert sich ein professioneller Manager darum. Der ETF wird allerdings passiv verwaltet.

Es gibt so viele verschiedene Fonds, dass man schnell den Überblick verliert. Allgemein unterscheidet man an dieser Stelle zwischen verschiedenen Branchen, verschiedenen Regionen und verschiedenen Wertpapieren.

Das Risiko bleibt deshalb gering, weil das Geld recht breit gestreut wird. Es handelt sich beim Indexfonds quasi um eine Nachbildung eines bestimmten Börsenindexes, der von Anfang an vom Anleger ausgewählt wird. Die Gesellschaft für Fonds nimmt das Geld an und investierte es entsprechend.

Entscheidet man sich zum Beispiel für den Dax, wird das Geld in jene 30 Aktiengesellschaft investiert, die hier dazugehören. Steigt der DAX in seiner Gesamtheit, profitieren alle Anleger davon. Fällt der DAX, verliert man – zumindest vorübergehend – Geld.

Diese Art des Investments geht mit relativ geringen Gebühren einher. Wer sich dafür entscheidet, muss mit geringeren Kosten als zum Beispiel bei klassischen Fonds rechnen.

Passiv gemanagte Fonds kosten im Hinblick auf die laufenden Kosten zum Beispiel nur 0,2 Prozent bis 0,5 Prozent, während aktiv gemanagte Fonds rund 1,5 Prozent im Jahr kosten.

Private Kredite vergeben – eine weitere Möglichkeit für Investoren

Hier übernehmen die Investoren die Tätigkeit des Kreditgebers. Das geliehene Geld wird an Tag x oder über einen vorher festgelegt Zeitpunkt zurückgezahlt – inklusive der Zinsen, die letztlich den Gewinn darstellen.

Auf Plattformen im Internet finden sich Kreditgeber und Kreditnehmer. Der Vorteil bei dieser Sache: Einzelne Kreditgeber müssen nicht den kompletten Kredit zur Verfügung stellen, sondern nur ein Teil, weil sie mit anderen zusammenarbeiten. Der Kredit wird in diesem Fall von mehreren Gebern finanziert.

In Immobilien investieren mithilfe von Crowdinvesting

Diese Form der Anlage ist vergleichbar mit Privatkrediten. Anleger stellen Geld für ein großes Immobilienprojekt zur Verfügung. Am Ende profitieren alle, weil es festgeschriebene Zinsen gibt, die wiederum als Gewinn für Anleger dienen.

Es handelt sich in der Regel um ein großes Projekt, das für viele Anleger attraktiv erscheint. Wer sichergehen will, dass es sich um ein lohnenswertes Projekt handelt, informiert sich vorher intensiv.

Erfolgreich anlegen

Diese Punkte sind wichtig, um langfristig erfolgreich zu investieren:

  • Konsumieren von Investieren unterscheiden
  • viel Hintergrundwissen
  • ständig weiterbilden
  • Broker vergleichen
  • ohne Angst investieren
  • Erfahrung sammeln und daraus lernen
error: Alert: Content is protected !!