Die Bitcoin Alternative – 5 Alternativen zur Kryptowährung Bitcoin

Bitcoin LogoDie international bekannte und ebenso beliebte Kryptowährung Bitcoin gilt als der „Primus“ unter den handelbaren digitalen Währungen. Welche Gewichtung dieser digitalen Währung in Zukunft beigemessen wird, steht jedoch in den Sternen. Während des Booms rund um Bitcoin haben sich im Laufe der Jahre zahlreiche andere Kryptowährungen einen sicheren Platz ergattern können. Deren Wachstum ist ebenfalls beachtlich und wird von vielen Anlegern wohlwollend zur Kenntnis genommen. Anleger auf der ganzen Welt sprechen sich daher für alternative Anlagestrategien aus, die anderen Investoren zumindest einen Mehrwert bieten sollen und den Blick für Alternativen zu Bitcoin öffnen sollen.

Neue Technologien machen den Stellenwert der einst wertvollsten digitalen Währung strittig – zu Recht, wenn man sich einmal die Entwicklungen der letzten Jahre anschaut. Zu Bitcoin gibt es mittlerweile einige attraktive Alternative, welche für Anleger ebenfalls durchaus interessant sein könnten.

Ein undurchschaubares Dickicht aus zahllosen Kryptowährungen

Derzeit listet die internationale Krypto-Gemeinschaft offiziell 3.841 Kryptowährungen. Hinzu kommen jene Werte, welche aus dieser Zählung aufgrund ihrer zu geringen Verbreitung herausfallen. Die Ausprägung der jeweiligen Kryptowährungen reicht von einer ganz bestimmten Zweckbindung bis hin zu reinen Spekulationswerten für den Handel auf dem Markt für digitale Vermögenswerte.

Momentan ist nicht jedoch nicht abzusehen, wie sich einzelne Kryptowährungen entwickeln werden und welche davon sich auf lange Sicht auf dem Markt etablieren können. Als vielversprechend gelten derzeit die sogenannten Altcoins, wie zum Beispiel Ethereum, Bitcoin, Litecoin, IOTA und Ripple.

Der hohe Stellenwert von Ethereum (ETH)

Ethereum LogoIm Hinblick auf die Vermögensmasse gilt Ethereum als die zweitgrößte Kryptowährung auf dem Weltmarkt. Der Wert eines „Ether“ ist jedoch wesentlich geringer, als es bei Bitcoin der Fall ist. Die beiden Kryptowährungen ähneln sich allerding darin, dass bei dezentral und digital aufgestellt sind. Ethereum ist programmierbar (Open Source) und besitzt darüber hinaus keine fest definierte Obergrenze, welche bei Bitcoin vorhanden ist.

Insbesondere die Open-Source-Eigenschaft von Ethereum ermöglicht es Entwickler, durch die Nutzung der Blockcahin-Technologie Distributed Apps zu entwickeln und diese für sogenannte Smart Contracts zur Verfügung zu stellen. Diese Anwendung bietet beispielsweise den Vorteil von geringeren Kosten bei einer erhöhten Effizienz.

Die Fangemeinde von Ethereum ist groß

Ethereum erfreut sich derzeit über die größte Fangemeinde innerhalb des Krypto-Marktes. Grund dafür ist die feste Überzeugung, dass sich die Blockchain langfristig und erfolgreich etablieren kann. Global operierende Konzerne, wie zum Beispiel Microsoft, JMorgan Chase oder der Chiphersteller Intel setzen ihr Vertrauen in Ethereum. Mit dem Ziel die Technologie in die hauseigene IT-Infrastruktur zu integrieren, haben sich diese Unternehmen zusammengetan und die „Enterprise-Ethereum-Alliance“, kurz „EEA“, ins Leben gerufen.

Um die Transaktionskapazität zu steigern, stellte Ethereum im Dezember 2020 vom Proof-of-Work- auf das Proof-of-Stake-Verfahren um. Diese Veränderung („Ethereum 2.0“) beinhalte drei Phasen. Mittlerweile wird Ethereum auf allen namhaften Krypo-Börsen, wie zum Beispiel Kraken, Binance und eToro, weltweit gehandelt.

Das Zahlungsnetzwerk Ripple

Ripple LogoRipple besitzt das offizielle Token-Kürzel „XRP“. Der Kern des Zahlungsnetzwerks besteht aus einem Protokoll, welches den Transfer von Gelder in Echtzeit erlaubt. Insbesondere Kreditinstitute jedweder Größe sind vor diesem Hintergrund an Ripple interessiert.

Aufgrund der Tatsache, dass Ripple eine weitaus höhere Transaktionskapazität als Bitcoins besitzt, kämpft letztgenannte Kryptowährung mit erheblichen Skalierungsproblemen. Zudem nehmen Transaktionen wesentlich mehr Zeit in Anspruch und verursachen Zusatzkosten. Ripple erlaubt hingegen rein theoretisch in nur einer Sekunde die Ausführung von bis zu 50.000 Transaktionen.

Das Ripple-Protokoll ist das herausragende Alleinstellungsmerkmal

Für Banken sind vor allem internationale Zahlungen stets mit einem hohen Zeit- und Kostenaufwand verbunden. Sofern das Ripple-Protokoll als weltweiter Standard für den Zahlungsverkehr anerkannt wird, reduzieren sich die genannten Einflussfaktoren für Finanzdienstleister erheblich. Kritiker geben in diesem Zusammenhang jedoch zu bedenken, dass die Standardisierung des Protokolls keineswegs ein Allheilmittel wäre, da Banken in Eigenregie Tokens entwickelt könnten. Dieser Umstand würde wiederum zu einer Erhöhung der Gebühren führen.

Ripple ist zudem von starker Konkurrenz umgeben. Besonders hervorzuhebende Mitbewerber sind in diesem Zusammenhang R3, SWIFT oder Stellar. Dennoch kann sich das Zahlungsnetzwerk über viel Unterstützung freuen und von seiner Verwendung bei einigen großen Konzernen, wie zum Beispiel MoneyGram oder UBS, profitieren. Ripple wird auf zahlreichen bekannten Krypto-Börsen wie Binance oder Kraken gehandelt.

Gemeinschaftsprojekt Bitcoin Cash (BCH)

Bitcoin Cash LogoIn der Szene beschreiben Experten Bitcoin Cash als einen sogenannten „Hard Fork“. Die Bezeichnung „Fork“ beschreibt hierbei die Aktualisierung bzw. Weiterentwicklung einer Software. In der Regel handelt es sich um frei modifizierbare Open-Source-Technologien. Bitcoin Cash besteht also aus einem offen zugänglichen Code. Genau hier liegt die Besonderheit von Bitcoin Cash verborgen:

Jedwede Änderung im Code muss zwingend von allen Nutzern des Netzwerks einstimmig beschlossen werden. Bitcoin Cash ist genau deswegen ein Ableger der Bitcoin Blockchain. Am 1. August 2017 sollten die Blockgröße von 1 MB auf 8 MB erhöht werden. Diese Änderung hätte eine tiefgreifende Protokolländerung nach sich gezogen. Nicht alle Mitglieder der Gemeinschaft waren mit diesem Schritt einverstanden, woraus eine Abspaltung resultierte. Dieser „Hard Fork“ rief zu jeder Zeit die Bitcoin Cash Blockchain ins Leben.

Auf Bitcoin Cash folgten weitere Ableger

Die Bitcoin Cash Blockchain verzeichnet im November 2020 aufgrund der Diskussion für eine Steuererhebung auf Miner ihren letzten Hard Fork. Mit diesen Einnahmen war die Finanzierung von sowohl Wartungen als auch Weiterentwicklungen angedacht. Der Vorschlag stieß auf erheblichen Widerstand, da die Community gegenüber Ethereum und Bitcoin weiterhin konkurrenzfähig bleiben wollte. Bitcoin Cahs Node (BCHN) und Bitcoin Cash ABC sind nun weitere Resultate der Streitigkeiten. Derart stark ausgeprägte Hard Forks machen Bitcoin Cash schwach und zeugen von wenig Stabilität. Bitcoin Cash selbst ist über einige internationale Krypto-Börsen handelbar.

Die junge Bitcoin-Schwester: Litecoin (LTC)

Litecoin LogoDie Erfinder von Litecoin hatte die Motivation, eine verbesserte Version von Bitcoin ins Leben zu rufen. Dieser sogenannte „Soft Fork“ ist seit 2011 auf dem Krypto-Markt unterwegs und ähnelt stark seinem „großen Bruder“. Hinsichtlich der Verarbeitungsgeschwindigkeit ist Litcoin viermal schneller ist in der Lage, innerhalb von rund 150 Sekunden einen Block zu generieren. Bitcoin benötigt hierfür etwa 600 Sekunden.

Mittlerweile beläuft sich die Menge an Litecoins auf insgesamt 84 Millionen, während Bitcoin derzeit bei 21 Millionen liegt.

Litecoin bietet geringe Transaktionsgebühren

Ein entscheidender Vorteil von LTC sind die wesentlich geringeren Transaktionsgebühren. Dafür verantwortlich ist ein alternativer Mining-Algorithmus („Skyrpt“). Die deutlich geringere Rechenintensität spielt hierbei eine entscheidende Rolle und wirkt für Anleger attraktiv. Im Vergleich zu Bitcoin ist der Preis für Litcoins weitaus geringer. Litecoin ist dennoch weltweit überaus beliebt und befindet sich seit einigen Jahren unter den 10 am meisten gehandelten Coins. Der Kauf bzw. Verkauf von Litecoin ist unter anderem auf den Krypto-Börsen Kraken sowie Binance uneingeschränkt möglich.

Distributed Ledger IOTA

IOTA LogoDie Kryptowährung IOTA (MIOTA) basiert auf dem sogenannten Tangle-Ansatz. Im Kern nutzt das IOTA-Netzwerk Nodes. Erfolgt innerhalb einer Node eine Transaktion, werden benachbarte Nodes darüber informiert. Die IOTA-Entwickler haben den Ansatz, ein Zahlungsnetzwerk für das Internet of Thing (IoT) zu erschaffen und vor diesem Hintergrund die Vernetzung so engmaschig wie möglich zu gestaltet. Damit dieses Prinzip jedoch funktioniert, müssen möglichst viele Nutzer Transaktionen über IOTA abwickeln. Andernfalls bleibt der Informationsumfang für bestehende Nodes auf einem überschaubaren, nicht lukrativen Niveau.

IOTA steht immer wieder in der Kritik

Die Macher von IOTA sowie die Community stellen immer wieder die hohe Skalierbarkeit sowie nicht vorhandene Transaktionsgebühren als wesentliche Vorteile in den Vordergrund ihrer Bemühungen. Allerdings bemängeln Kritiker die mangelnde Dezentralität, da alle Nodes in der IOTA Foundation (Deutschland) zentral gehalten werden. Die Organisation arbeitet derzeit an einer Abschaffung bzw. am Aufbau einer dezentralen Struktur im Rahmen des IOTA-2.0-Projekts.

Die Entwickler haben bereits angekündigt, dass dieser „Umbau“ viel Zeit in Anspruch nehmen, aber gleichzeitig erhebliche Verbesserungen mit sich bringen wird. Im Fokus steht zugunsten Standardisierung des IOTA-Protokolls unter anderen die Abschaffung des Trinity Wallets. Trotz augenscheinlicher Unwegbarkeiten ist IOTA keineswegs abzuschreiben. So hat der deutsche Konzern Bosch bereits 2017 einigen Millionen Euro in die Weiterentwicklung der Technologie investiert. IOTA ist nach wie vor stark bei eToro sowie Binance vertreten und kann gehandelt werden.

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